Bergbaupotenzial in der Dominikanischen Republik
Die Dominikanische Republik ist die größte Volkswirtschaft der Karibik und Mittelamerikas. Im oberen Bereich der mittleren Einkommensgruppe angesiedelt, lebt dieses Entwicklungsland in erster Linie von der Landwirtschaft, von Handel und Dienstleistungen, und hier vor allem vom Tourismus. Die Einnahmen aus dem Tourismus belaufen sich jährlich auf über 1 Milliarde $. Was die Landfläche und die Bevölkerungsdichte betrifft, ist die Dominikanische Republik mit 48.442 km² (18.704 Quadratmeilen) und ungefähr 10 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Nation in der Karibik (nach Kuba).
Die Dominikanische Republik besitzt das fortschrittlichste Telekommunikationsnetz in ganz Lateinamerika. Das Telekommunikationssystem ist voll digitalisiert und verfügt über mehr als 650.000 Telefon- und Datenleitungen. Zu den verfügbaren Kommunikationsschienen zählen die globale Direktwahl, Mobilfunk, Pager, Internet und spezielle Datenübertragungsverbindungen.
REGIERUNG UND POLITISCHE SITUATION
Die Dominikanische Republik ist eine repräsentative Demokratie, in der die Aufteilung der Staatsgewalt in Exekutive, Legislative und Judikative erfolgt. Der Präsident ernennt das Kabinett, trägt die Verantwortung für die Umsetzung der von der Legislatur verabschiedeten Gesetze und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der Präsident und Vize-Präsident werden über dasselbe Auswahlverfahren mittels Direktwahl für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Die Gesetzgebung erfolgt über einen Kongress, der aus zwei Kammern - dem Senat (32 Mitglieder) und dem Repräsentantenhaus (178 Mitglieder) - besteht.
WIRTSCHAFT
Im Anschluss an die Achtziger Jahre - einem Jahrzehnt, das von nur geringem bzw. keinem Wachstum geprägt war - erlebte die Dominikanische Republik in den Neunziger Jahren einen regelrechten Wirtschaftsboom. Zwischen 1996 und 2000 stieg das Wirtschaftswachstum um durchschnittlich 7,7 % pro Jahr. Der Tourismus (der wichtigste Devisenbringer), die Telekommunikation und die Herstellung von Handelsgütern für den freien Markt sind die wichtigsten Wirtschaftszweige, obwohl die Landwirtschaft noch immer die volkswirtschaftlich größte Rolle spielt. Die Dominikanische Republik verdankt einen großen Teil ihres Erfolges der seit den frühen Neunziger Jahren praktizierten makroökonomischen Wirtschaftspolitik und einer größeren Öffnung gegenüber ausländischen Investoren.
GESCHICHTE DES BERGBAUS
Wie die Volkswirtschaft als Ganzes, so erlebte auch die Bergbauindustrie in den Siebziger Jahren einen außergewöhnlichen Wachstumsschub, als die großen Eisen-Nickel- und Doré (Gold- und Silbernuggets)-Betriebe des Landes in Betrieb gingen. Der Anteil des Bergbaus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von 1,5 Prozent in 1970 auf 5,3 Prozent in 1980 und pendelte sich Ende der Achtziger Jahre auf diesem Niveau ein. Obwohl in diesem Zeitraum nur ca. 1 Prozent der Arbeitskräfte im Bergbausektor beschäftigt waren, wurde die Branche zu einem der wichtigsten Devisenbringer. Im Jahr 1970 war der Exportanteil noch verschwindend klein, stieg dann aber bis 1980 auf 38 Prozent und pendelte sich 1987 schließlich auf ungefähr 34 Prozent ein. Trotzdem hatten die Bergbaubetriebe in den Achtziger Jahren aufgrund der niedrigen internationalen Preise für die wichtigsten Rohstoffe der Insel - Gold, Silber, Bauxit und Nickel - mit größeren Problemen zu kämpfen. In den späten Achtziger Jahren setzte die Regierung gezielte Maßnahmen, um neue Ressourcen zu erschließen und die Exporte stärker zu diversifizieren. In diesem Zusammenhang bemühte man sich aktiv darum, das Interesse ausländischer Investoren am heimischen Bergbau zu wecken.
Gold- und Silber-Doré, das in der Dominikanischen Republik auf natürliche Weise vorkommt, spielte eine zentrale Rolle bei der rasanten Entwicklung des Bergbaus. Obwohl die Spanier auf der Insel bereits um 1520 Gold förderten, blieb die Goldproduktion in der Dominikanischen Republik bis 1975 zunächst unbedeutend. In diesem Jahr nahm das Privatunternehmen Rosario Dominicano die Mine Pueblo Viejo in Betrieb. Pueblo Viejo ist die größte im Tagebau betriebene Goldmine der westlichen Hemisphäre. Im Jahr 1979 erwarb die dominikanische Regierung, die zu diesem Zeitpunkt 46 Prozent der Rosario Dominicano-Aktien besaß, das restliche Kapital der in New York ansässigen Rosario Resources, Inc. und gründete damit das größte in Regierungsbesitz befindliche Unternehmen des Landes. Die riesige Bergbau-Infrastruktur von Rosario mit einer Jahreskapazität von 1,7 Millionen Troy-Unzen Gold und Silber hatte es - beflügelt durch den raschen internationalen Preisanstieg für Gold - bis 1980 nahezu geschafft, Doré als führendes Exportprodukt des Landes noch vor dem Zucker zu etablieren. Zwischen 1975 und 1980 explodierten die Gold- und Silberexporte von 0 auf 27 Prozent. Durch den Preisrückgang bei Gold und Silber während der Achtziger Jahre wurde dieser außerordentliche Wachstumstrend der Siebziger Jahre allerdings gedrosselt und bis 1987 sanken die Doré-Exporte auf nur mehr 17 Prozent der Gesamtexporte (ein Prozentpunkt über den Nickeleisen-Exporten und ein Prozentpunkt unter den Zuckerexporten). Der Rückgang bei den Reserven führte ebenfalls zu einer Beschränkung der Doré-Produktion. Japanische und US-Unternehmen forschten intensiv nach neuen Goldreserven auf der Insel. Allerdings verlagerte sich die Goldförderung zunehmend weg von der Suche nach Oxiderzen, deren Bestände sanken, hin zum teureren Verfahren der Sulfiderzgewinnung. Daneben gab es noch einige alluviale Goldlagerstätten.
Auch Nickeleisen spielte beim Aufschwung der Bergbauindustrie in den Siebzigerjahren eine maßgebliche Rolle. Zwischen 1918 und 1956 führte der US Geological Survey in der Dominikanischen Republik eine Reihe von mineralischen Studien durch. Diese Studien nahm das kanadische Unternehmen Falconbridge zum Anlaß, gegen Ende der Periode eigene Nickeluntersuchungen durchzuführen. 1968 nahm Falconbridge eine Pilotanlage für die Nickelerzeugung in Betrieb; bis zum Jahr 1972 hatte das Unternehmen in der Stadt Bonao bereits mit dem Nickeleisenabbau im großtechnischen Maßstab begonnen. Bis Ende der Achtziger Jahre entwickelte sich die Nickeleisen-Mine Bonao zur zweitgrößten der Welt. Die Nickelexporte wurden von den hohen internationalen Preisen begünstigt und stiegen von 11 Prozent der Gesamtexporte in 1975 bis auf 14 Prozent in 1979. Obwohl die Nickelexporte als Prozentanteil an den Gesamtexporten in den Achtziger Jahren weiter zunahmen und bis 1987 auf 16 Prozent kletterten, wurde die Förderleistung während des gesamten Jahrzehnts von den niedrigeren Weltmarktpreisen für Nickel und einem langwierigen Rechtsstreit zwischen der Regierung und Falconbridge, in dem es um Steuerzahlungen ging, negativ beeinflusst. Im Falle von Nickel konnte man in der Dominikanischen Republik im Gegensatz zu Gold umfangreiche Reserven nachweisen und die Aussichten für eine erfolgreiche Förderung waren somit äußerst günstig.
Aluminum Company of America (Alcoa) begann 1958 in der südwestlichen Provinz Barahona mit dem Abbau von Bauxit. Die Förderleistung von Bauxit erreichte 1974 ihren Höhepunkt, als Alcoa im Tagebau fast 1,2 Millionen Tonnen förderte. Die Exporte stiegen bis 1979 auf 22 Millionen US$. Aber wie bei den anderen Rohstoffen kam es in den frühen Achtziger Jahren im Zuge der weltweiten Rezession auch bei den Bauxitpreisen zu einem Einbruch, da das Angebot international deutlich höher war als die Nachfrage. Alcoa mußte 1982 seine dominikanischen Bauxitbetriebe und 1985 auch seine kleine Kalksteinmine zusperren. Die Mine Barahona blieb bis 1987 geschlossen. In diesem Jahr erwarb die Regierung die Betriebsanlagen von Alcoa und nahm die Bauxitförderung wieder auf. Das rote Erz wurde an Alcoa verkauft und in Surinam verarbeitet.
Die Regierung sprach sich zunehmend für eine größere Beteiligung privater Unternehmen am Bergbau aus. Ziel war es, die staatlichen Ressourcen mit der Technologie und dem Kapital ausländischer Firmen zu paaren. Die Bergbaubefürworter setzten sich ebenfalls für eine größere Diversifizierung der Wirtschaftsexporte und eine Verbesserung der internationalen Kreditwürdigkeit ein. Per Dekret 900 vom März 1983 entschied die Regierung Jorge, dass die staatliche Beteiligung am Bergbau weiter eingeschränkt und gleichzeitig bessere Anreizsysteme für private Unternehmen geschaffen werden sollten. Allerdings sicherte sich der Staat auch weiterhin die Exklusivrechte für den Abbau von Gold, Gips und Marmor. Nach 1987, als die Regierung ausländischen Investoren Zutritt zu vormals unzugänglichen Gebieten gewährte, begannen US-amerikanische, japanische, australische und europäische Firmen ihre Explorationsprogramme auf dominikanischem Boden umzusetzen.
BERGBAUBETRIEB PUEBLO VIEJO
In den Jahren zwischen 1971 und 1984 förderte die dominikanische Regierung 5,5 Millionen Unzen Gold aus der Lagerstätte Pueblo Viejo. Die Abbauaktivitäten beschränkten sich lediglich auf die Oxidfazies der 30 Millionen Unzen schweren Goldressourcen; als man auf die Sulfidformation stieß, war man jedoch nicht in der Lage, das Gold zu extrahieren. Die Lagerstätte ist derzeit im Besitz von Barrick und Goldcorp (60/40). Am 27. Februar 2008 übergab Barrick der dominikanischen Regierung eine Machbarkeitsstudie für die Erschließung dieser Goldressourcen. Die Studie kam zum Ergebnis, dass über eine Lebensdauer der Mine von 25 Jahren eine Fördermenge von insgesamt 20,4 Millionen Unzen Gold, 117,3 Millionen Unzen Silber, 423,6 Millionen Pfund Kupfer und 2.700 Millionen Pfund Zink möglich ist. Der Minenbetrieb wird ungefähr 3.500 Arbeitsplätze schaffen und Investitionskosten von 2,7 Milliarden Dollar verursachen. In den ersten 5 Jahren wird die Lagerstätte Pueblo Viejo voraussichtlich 1 Million Unzen Gold jährlich produzieren. Minen dieser Größe sind buchstäblich an einer Hand zu zählen: Grasberg in Indonesien, Muruntau in Uzbekistan, Goldstrike in Nevada und Yanacocha in Peru. Die Lagerstätte Pueblo Viejo ist mit einem Kapitalwert von ungefähr 20 Milliarden Dollar das größte Kapitalentwicklungsprojekt in der Dominikanischen Republik.
In den ersten 5 Jahren wird die Lagerstätte Pueblo Viejo voraussichtlich 1 Million Unzen Gold jährlich produzieren. Minen dieser Größe sind buchstäblich an einer Hand zu zählen: Grasberg in Indonesien, Muruntau in Uzbekistan, Goldstrike in Nevada und Yanacocha in Peru.
Die Lagerstätte Pueblo Viejo ist mit einem Kapitalwert von ungefähr 20 Milliarden Dollar das größte Kapitalentwicklungsprojekt in der DR.
Da man den Ausbau der Verarbeitungskapazität beschleunigen will, wird ein bereits im Vorfeld freigegebenes Erweiterungskapital in Höhe von 0,3 Milliarden $ zur Verfügung gestellt, sodass das Kapital im Vorproduktionsstadium voraussichtlich 3,0 Milliarden $ beträgt (100 %-Basis).
Eine Diashow, welche die aktuelle Entwicklung der Barrick/Goldcorp Viejo -Minenexploration zeigt, finden Sie unter folgendem Link. <a href="http://www.barrick.com/Theme/Barrick/files/pueblo-viejo/01.html">http://www.barrick.com/Theme/Barrick/files/pueblo-viejo/01.html</a></p>
BERGBAUBETRIEB CERRO DE MAIMON
GlobeStar begann im Dezember 2006 mit dem Bau der Mine Cerro de Maimón und den dazugehörigen Verarbeitungsanlagen. Sämtliche Bauarbeiten wurden im Dezember 2008 fertiggestellt. Die Sulfidflotationsanlage startete im September 2008 mit dem Produktionsbetrieb und die Oxidgoldanlage wurde im Dezember 2008 in Betrieb genommen.
In der Sulfidflotationsanlage werden 2010 voraussichtlich 24 Millionen Pfund Kupfer, 6.000 Unzen Gold und 380.000 Unzen Silberkonzentrat hergestellt.
Die Produktionsmengen in der Oxidgoldanlage werden sich 2010 voraussichtlich auf 9.000 Unzen Gold und 100.000 Unzen Silber belaufen. Die derzeitige Minenplanung ist auf einen Betrieb bis 2017 ausgelegt; aufgrund der bestehenden Ressourcen und der aussichtsreichen Explorationsziele im Umkreis des Grundstücks Cerro de Maimón sollte jedoch eine weitere Verlängerung der Betriebsdauer der Mine möglich sein.
Der Massivsulfid-Erzkörper im Bereich von Cerro de Maimón enthält 4,8 Tonnen nachgewiesene und wahrscheinliche Erzvorkommen mit einem Erzgehalt von 2,54 % Kupfer, 0,96 Gramm Gold pro Tonne und 34,9 Gramm Silber pro Tonne. Der Oxidkörper enthält 1,2 Millionen Tonnen nachgewiesene und wahrscheinliche Erzressourcen mit einem Erzgehalt von 1,86 Gramm Gold pro Tonne und 34,5 Gramm Silber pro Tonne.
QUELLEN
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